An den Mond

»Füllest wieder Busch und Thal …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
An den Mond
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Füllest wieder Busch und Thal …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 1, 100-101
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
90435
Kennung in der Gemeinsamen Normdatei
1199893927

Fassungen aus dem Bereich »Texte«

An den Mond

Füllest wieder Busch und Thal

Still mit Nebelglanz,

Lösest endlich auch einmal

Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild

Lindernd deinen Blick,

Wie des Freundes Auge, mild

Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz

Froh und trüber Zeit,

Wandle zwischen Freud’ und Schmerz

In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß,

Nimmer werd’ ich froh,

So verrauschte Scherz und Kuß,

Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,

Was so köstlich ist!

Daß man doch zu seiner Qual

Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Thal entlang,

Ohne Rast und Ruh,

Rausche, flüstre meinem Sang

Melodien zu!

Wenn du in der Winternacht

Wüthend überschwillst,

Oder um die Frühlingspracht

Junger Knospen quillst.

Selig wer sich vor der Welt

Ohne Haß verschließt,

Einen Freund am Busen hält,

Und mit dem genießt,

Was von Menschen nicht gewußt,

Oder nicht bedacht,

Durch das Labyrinth der Brust

Wandelt in der Nacht.

Historisch überlieferte Fassungen

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Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
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Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe
datiert auf Zwischen 1776 und Januar 1778 Brüning/Henke 2025
datiert auf 1776/78 MA 2.1, 559
datiert auf Sommer 1776 Eibl 1, 964