Auf Kieseln im Bache da lieg’ ich, wie helle!
Verbreite die Arme der kommenden Welle,
Und buhlerisch drückt sie die sehnende Brust,
Dann führt sie der Leichtsinn im Strome danieder;
Es naht sich die zweyte, sie streichelt mich wieder:
So fühl’ ich die Freuden der wechselnden Lust.
Und doch und so traurig verschleifst du vergebens
Die köstlichen Stunden des eilenden Lebens,
Weil dich das geliebteste Mädchen vergißt.
O ruf’ sie zurücke die vorigen Zeiten!
Es küßt sich so süße die Lippe der zweyten,
Als kaum sich die Lippe der ersten geküßt.
| Sigle | Titel | Überlieferungsform | |
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| Relation | Bezugsentität | Quelle |
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| verfasst von | Johann Wolfgang Goethe | |
| datiert auf | Frühjahr 1768 | Brüning/Henke 2025 |
| datiert auf | Frühjahr / Sommer 1768 | DjG 1, 475 |
| datiert auf | Frühjahr / Sommer 1768 | MA 3.2, 437 |