Warum ziehst du mich unwiderstehlich
Ach in jene Pracht?
War ich guter Junge nicht so selig
In der öden Nacht!
Heimlich in mein Zimmerchen verschlossen,
Lag im Mondenschein
Ganz von seinem Schauerlicht umflossen,
Und ich dämmert’ ein;
Träumte da von vollen goldnen Stunden
Ungemischter Lust,
Hatte schon dein liebes Bild empfunden
Tief in meiner Brust.
Bin ich’s noch, den du bey so viel Lichtern
An dem Spieltisch hältst,
Oft so unerträglichen Gesichtern
Gegen über stellst?
Reitzender ist mir des Frühlings Blüthe
Nun nicht auf der Flur;
Wo du, Engel, bist, ist Lieb’ und Güte,
Wo du bist, Natur.
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| Relation | Bezugsentität | Quelle |
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| verfasst von | Johann Wolfgang Goethe | |
| datiert auf | Januar bis Februar 1775 | Brüning/Henke 2025 |