Die Spinnerin

»Als ich still und ruhig spann …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
Die Spinnerin
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»Als ich still und ruhig spann …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 1,184
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
93079

Alle Fassungen

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Die Spinnerinn.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

Als ich still und ruhig spann,
Ohne nur zu stocken,
Trat ein schöner junger Mann
Nahe mir zum Rocken,
Lobte was zu loben war,
Sollte das was schaden?
Mein dem Flachse gleiches Haar
Und den gleichen Faden.
Ruhig war er nicht dabey,
Ließ es nicht beym alten,
Und der Faden riß entzwey,
Den ich lang' erhalten.
Und des Flachses Stein-Gewicht
Gab noch viele Zahlen,
Aber ach! ich konnte nicht
Mehr mit ihnen prahlen.
Als ich sie zum Weber trug
Fühlt' ich was sich regen,
Und mein armes Herze schlug
Mit geschwindern Schlägen.
Nun, beym heißen Sonnenstich,
Bring' ich's auf die Bleiche,
Und mit Mühe bück' ich mich
Nach dem nächsten Teiche.
Was ich in dem Kämmerlein
Fein und still Still und fein gesponnen,
Kommt, wie kann es anders seyn,
Endlich an die Sonnen.

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 🚧 🚧 🚧
🚧 H.47c Die Spinnerin, … Abschrift
🚧 H.5a Gedichtsammlung von 1815, … revidiertes Druckexemplar
🚧 H.5:2 Balladen und Romanzen, Ab … Abschrift

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe H.47c, H.5a, H.5:2
überliefert in 3 Handschriften H.47c, H.5a, H.5:2
Teil von Gedichtsammlung von 1815 H.5a
Teil von Balladen und Romanzen H.5:2
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Der Rattenfänger H.5a
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung Der Schatzgräber H.5:2
Nächster Nachbar in der Überlieferung Vor Gericht H.5a
Nächster Nachbar in der Überlieferung Der Edelknabe und die Müllerin H.5:2