Als ich still und ruhig spann,
Ohne nur zu stocken,
Trat ein schöner junger Mann
Nahe mir zum Rocken,
Lobte was zu loben war,
Sollte das was schaden?
Mein dem Flachse gleiches Haar
Und den gleichen Faden.
Ruhig war er nicht dabey,
Ließ es nicht beym alten,
Und der Faden riß entzwey,
Den ich lang' erhalten.
Und des Flachses Stein-Gewicht
Gab noch viele Zahlen,
Aber ach! ich konnte nicht
Mehr mit ihnen prahlen.
Als ich sie zum Weber trug
Fühlt' ich was sich regen,
Und mein armes Herze schlug
Mit geschwindern Schlägen.
Nun, beym heißen Sonnenstich,
Bring' ich's auf die Bleiche,
Und mit Mühe bück' ich mich
Nach dem nächsten Teiche.
Was ich in dem Kämmerlein
Fein und still
Still und fein
gesponnen,
Kommt, wie kann es anders seyn,
Endlich an die Sonnen.