Laß dich, Geliebte, nicht reun,
daß du so schnell dich ergeben,
du hast dich schnell mir ergeben; mir
Glaub' es
Aber
, ich denke nicht frech, denke nicht niedrig von dir.
Vielfach wirken die Pfeile des
Amors
Amor
,denn einige ritzen
Und vom schleichenden Gift kranket auf Jahre das Herz;
Aber
Andere
mächtig befindent, mit frischgeschlifener
Scharfe
Schärfe
,
Dringen
die andern ins
ins innerste
Mark, zünden behende das Blut.
In der heroischen Zeit, da Götter und Göttinnen liebten,
Folgte Begierde dem Blick, folgte Genuß der Begier.
Glaubst du, es habe sich lange die Götter der Liebe besonnen,
Als im Jdäischen Hain einst ihr Anchises gefiel?
Hätte Luna gesäumt den schönen Schläfer zu küssen;
O so hätt' ihn geschwind, neidred, Aurora geweckt.
Hero erblickte Leandern beym lauten Fest und behende
Beim aphroditischen Fest erblickte die Hero Leandern
Beim aphrodischen Fest erblickte die Hero Leander
Kaum erblickte
Stürzte der liebende sich heiß in die nächtliche Fluth.
Als der liebende sich stürzt' in die nächtl Flut
Hob den liebenden , lebend aus nächtlicher Fluth.
Rhea Sylvia wandelt, die fürstliche Jungfrau, der
Tyben
Tiben
Wasser zu schöpfen , hinab und sie ergreifet den
Gott.
So erzeugte die Söhne sich Mars! - die Zwillinge tränket
Eine Wölfinn, und Rom nennt sich die Fürstin der Welt.