»O wie fühl' ich in Rom mich so froh! …«

Informationen zum Text

Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
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Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»O wie fühl' ich in Rom mich so froh! …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 1,242
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
93099

Historisch überlieferte Fassungen

🚧

VII.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

O wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk' ich der Zeiten,
Da mich nie graulicher Tag hinten im Norden umfing
Trübe der Himmel und schwer auf meimen Scheitel sich neigte senckte ,
Farb und gestaltlos die Welt um den Ermatteten lag,
Und ich über mein Ich, des unbefriedigsten Geistes
Düstre Wege zu spähe, still in Betrachtung versank.
Nun umleuchtet der Glanz des hellen helleren Aethers die Stirne,
Phöbus rufet, der Gott, formen und Farben hervor.
Sternenfalle Sternfall glänzet die Nacht, sie, klingt von weicher Gesängen
Und mir leuchtet der Mond heller, als nordischer Tag.
Welche Seeligkeit ward mir Sterblichen! Träum' ich? Empfänget
Dein ambrosisches Haus, Jupiter Vater, den Gast?
Ach! hier lieg' ich und strecke , nach deinen Ruinen die Hände
Flehend aus. O! vereinen, Jupiter Xenius, mich!
Wie ich hereingekommen, ich kanns nichts sagen, es faßte
Hebe den Wandrer und zog mich in die Hallen heran.
Hast du ihr einen Heroen zu fühlen geboten?
Irrte die Schöne? Vergieb! Laß mir des Irthums Gewinn!
Deine Tochter Fortuna sie auch! die herrlichsten Gaben
Theilt als ein Mädchen sie aus, wie es die Laune gebeut.
Bist du der wirkliche Gott? O! denn so verstoße den Gastfreund freundlicher! freundlicher! O! wohl! so verstoße den Gastfreund
Nicht von deinem Olymp wieder zur Erde hinab.
"Dichter! wo wohin versteigst versteigest du dich hin?" - Vergieb mir, der hohe
Capitolinische Berg ist dir ein zweyter Olymp.
Dulde mich Jupiter hier und Hermes führe mich später,
Cestius denkmal Maul vorbey, leise zum Orkus hinab.

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 H.5a Gedichtsammlung von 1815, … revidiertes Druckexemplar
🚧 H.5 Elegien. I, Abschrift Abschrift

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe H.5a, H.5
überliefert in 2 Handschriften H.5a, H.5
Teil von Gedichtsammlung von 1815 H.5a
Teil von Elegien. I H.5
Vorheriger Nachbar in der Überlieferung "Kannst du, o Grausamer! H.5a, H.5
Nächster Nachbar in der Überlieferung Wenn du mir sagst H.5a, H.5