Der Winter und Timur

»So umgab sie nun der Winter …«

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Art des Textes
Gedicht
Titel (normiert, vorläufig)
Der Winter und Timur
Gedichtanfang (normiert, vorläufig)
»So umgab sie nun der Winter …«
Quelle der vorläufigen Titeldaten
WA I 6,137
Kennung in der Forschungsdatenbank so:fie
96208

Historisch überlieferte Fassungen

Der Winter und Timur.

Synoptische Ansicht nicht verfügbar

So umgab sie nun der Winter
Mit gewalt'gem Grimme. Streuend
Seinen Eishauch zwischen alle,
Hetzt er die verschiednen Winde
Widerwärtig auf sie ein.
Uber Über sie gaben Gewaltkraft
Seinen Frostgespitzten frostgespitzten Stürmen,
Stieg in Timurs Rath hernieder,
Schrie ihn drohend an und prach sprach so:
Leise, langsam, Unglücksel'ger!
Wandle du Tyrann des Unrechts;
Sollen länger noch die Herzen
Sengen, brennen deinen Flammen?
Bist du der verdammten Geister
Einer, wohl! ich bin der andre.
Du bist Greis, ich auch, erstarren
Machen wir so Land als Menschen.
Mars! Du bists! ich bin Saturnus,
Uebelthätige Gestirne,
Im Verein die Schrecklichsten.
Tödest Tödtest du die Seele, kältest
Du den Luftkreis; meine Lüfte
Sind noch kälter als du seyn kannst.
Quälen deine wilden Heere
Gläubige mit tausend Martern;
Wohl, in meinen Tagen soll ich,
Geb es Gott! was schlimmres finden.
Und, bey bei Gott ! , Dir dir schenk' ich nichts.
Hör' es, Gott, was ich dir biete!
Ja bey bei Gott! von Todeskälte
Nicht, o Greis, vertheidgen vertheid'gen soll dich
Breite Kohlenglut vom Heerde,
Keine Flamme des Decembers.

Handschriften und Drucke

Sigle Titel Überlieferungsform
🚧 25/W 14,2 West-östlicher Divan, Abs … Abschrift

Kontexte

Relation Bezugsentität Quelle
verfasst von Johann Wolfgang Goethe 25/W 14,2
überliefert in Handschrift 25/W 14,2
Nächster Nachbar in der Überlieferung An Suleika 25/W 14,2